Nachhaltigkeit statt Degradierung
Eine positive Weiterentwicklung des Stadtparkgedankens beinhaltet die Verbesserung hauptsächlich des Angebotes, das Begegnungen mit sich selbst, anderen Menschen und der Natur gestattet. Das Pflanzeninventar spielt dabei eine wichtige, leider oft zu wenig beachtete Rolle. Bei der Verbesserung dieses Angebotes ist besonders auf die Bedürfnisse der wachsenden demographischen Gruppe der Alten, Singles und Menschen mit Migrationshintergrund zu achten, aber auch die Familien, die Kinder und die Jugendlichen sind im Blick zu behalten.
Der neue Grünflächentyp des Nachhaltigen Stadtparks kann dazu beitragen, soziale oder gestalterische Problemgebiete aufzuwerten, eine neue Wohnumfeldgestaltung anzuregen, vorhandene monofunktionale Grünanlagen in erlebnisreiche und multifunktionale Flächen umzuwandeln und damit Naturgeschehen und Sinneserfahrungen in der Stadt erlebbar machen. Er ist komplementär zum städtebaulichen Leitbild der Nachverdichtung konzipiert. Er kann ein Nachnutzungskonzept für Flächen der zeitlich begrenzten Gartenschauen darstellen.
Zur Realisierung von Nachhaltigen Stadtparks sind interessierte und angesprochene Akteure einer Stadt aufgefordert, ihn lokalspezifisch zu gestalten. Innerhalb der Kommunalverwaltung sind es nicht nur die Grünflächenämter, sondern auch andere Ämter wie Stadtplanungs-, Gesundheits-, Schul- und Verkehrsämter, die gefordert sind und ihrerseits von den Nutzungsmöglichkeiten des Parks profitieren können. Die Bürgerschaft ist gefragt, ihren Park mitzugestalten und durch Nutzung in Besitz zu nehmen. Das Konzept des Nachhaltigen Stadtparks ist geeignet, die Nutzungsansprüche und Beteiligungen, die aus der Bevölkerung und ihren Organisationen erwachsen, aufzunehmen und zu fördern.
Inhaltvsverzeichnis, Einleitung und Kapitel 1 
Regionalwissenschaftlicher Fachverlag, 148 Seiten, 18 Euro,
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