Willkommen am IfR

Herzlich Willkommen auf der Seite des Instituts für Regionalwissenschaft! Erfahren Sie hier mehr über unsere Arbeit in der Stadt- und Regionalforschung, mit der sich das IfR aktiv an der Ausgestaltung von gerechten Städten, Regionen und Stadtzukünften beteiligt.

Absolventin mit DozentinNicole Pernice
Arcadis Preis 2026 für Nicole Pernice

Wir freuen uns sehr, dass unsere Absolventin Nicole Andrea Pernice für ihre Masterarbeit mit dem Titel „Governance im Wassermanagement in Cochabamba – Eine Analyse aus der Perspektive der Politischen Ökologie“ mit dem renommierten ARCADIS Preis für Geo- und Umweltforschung 2026 ausgezeichnet wurde. Prämiert werden hierbei herausragende Masterarbeiten und Doktorarbeiten, die an KIT-Instituten mit geo- und umweltwissenschaftlichem Schwerpunkt angefertigt wurden. Die für den Preis in Frage kommenden Arbeiten sollen auf den Schutz und einen nachhaltigen Umgang mit den Georessourcen Boden und Grundwasser abzielen. Frau Pernice zeigte in ihrer Arbeit in eindrücklicher Weise, dass technische Lösungen im Wassermanagement nicht ohne den dazugehörigen gesellschaftlichen Kontext betrachtet werden sollten. Als Bauingenieurin und Regionalwissenschaftlerin generierte Frau Pernice neue Erkenntnisse, indem sie über disziplinäre Grenzen hinaus dachte und deutlich machte, dass die von ihr rekonstruierten Machtverhältnisse einen wesentlichen Einfluss auf die Wasserversorgung in ihrer Heimatstadt Cochabamba/Bolivien haben. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Abschlussfeier der BGU-Fakultät am 4.Juli statt.

Herzlichen Glückwunsch!

Wissenschaftlerin referiert vor einer Leinwand über den Werderplatz in Karlsruhe bei der Veranstaltung Transformation TalksRieke Paulsen
Transformation Talks 4.0

Am 26. Juni präsentierte unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Anna-Barbara Grebhahn als Teil der Transformation Talks ihren Vortrag "Neue Perspektiven durch Realexperimente – urbanes Intervenieren für eine Kultur des Ausprobierens". Dieser gab einen Einblick in das Reallabor-Forschungsprojekt "ra:ve - Raum für Veränderung" und die Realexperimente in der Karlsruher Südstadt, die unsere Studierenden der Regionalwissenschaft/ Raumplanung ab 08.07.26 am Werderplatz in Karlsruhe umsetzen und beforschen.

Die Teilnahme bei den Transformation Talks in Essen war bereichernd: Neben spannenden Vorträgen und anregenden Diskussionen beim World Café wurden im Rahmen einer Exkursion auch Einblicke in Quartiersprojekte des Reallabors BeMove gesammelt und eine Führung in der St. Gertrud Kirche, die Teil der Manifesta 16 Ruhr ist, besucht.
Vielen Dank an alle Organisator:innen des Kompetenzfeldes Metropolenforschung (KoMet), des Forum Nachwuchs NRW der Akademie für Raumentwicklung (ARL) in der Leibniz-Gemeinschaft in Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) und der Grüne Hauptstadt Agentur Essen (GHA) für die Einladung und die Neugierde auf Transformation an der Schnittstelle von Kunst, Stadt und Wissenschaft.

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Titelblatt eines wissenschaftlichen Artikels über Familienunternehmen in Lateinamerika (Elsevier).Maria-Dorothea Wolf
Neuer Artikel: Money, meaning and territory

Der in der Fachzeitschrift Extractive Industries and Society erschienene Artikel „Money, meaning, and territory: family business groups and agro-extractive systems in Latin America“ von Maria-Dorothea Wolf (IfR), David Kornbluth Camblor (UCHILE), Manuel Bayón Jiménez (COLMEX), Michael Lukas (UCHILE) und Michael Janoschka (IfR) untersucht, wie Family Business Groups fragmentierte Beziehungen in agro-extraktiven Systemen Lateinamerikas verbinden und koordinieren. Anhand einer vergleichenden Analyse der Unternehmensgruppen Maggi (Brasilien), Angelini (Chile) und González Hank (Mexiko) zeigt die Studie, dass Family Business Groups trotz unterschiedlicher organisatorischer Positionen vergleichbare Koordinationsfunktionen übernehmen. Ihre Bedeutung liegt dabei weniger im Besitz einzelner Unternehmen oder Infrastrukturen als in ihrer Fähigkeit, materielle, institutionelle und symbolische Beziehungen über Territorien und Organisationsgrenzen hinweg miteinander zu verknüpfen. Der Artikel erweitert damit die Forschung zu Agro-Extraktivismus um eine neue Perspektive auf die Koordinationsrolle von Family Business Groups.

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Außenansicht des Projektraums „Raum ra:ve für Veränderung“ mit Schaufenstern und Eingangstür.Johanna Mensch
Soft Opening Projektraum ra:ve - Raum für Veränderung in der Südstadt

Am 12. Juni kamen wir beim Soft Opening unseres ra:ve - Raum für Veränderung Projektraumes in der Südstadt zusammen.

Die Einweihung dieses Ortes markiert einen wichtigen Erfolg im Lehr- und Reallaborprojekt, da wir uns als Wissenschaftler:innen nun weiter in der Südstadt verwurzeln, um das Stadtquartier aktiv mitgehalten zu können. Mit ra:ve möchten wir die Südstadt gemeinsam weiterdenken, Ideen austauschen und miteinander ins Gespräch kommen. Wir freuen uns darauf, Nachbar:innen, Engagierte, Akteure und Reallaborforschende bald in der Wilhelmstraße 16 während unserer Öffnungszeiten willkommen zu heißen!

Das Institut für Regionalwissenschaft betreibt bereits seit 2022 aktiv Stadtforschung in der Südstadt und bildet im Rahmen der Lehrveranstaltungen "Projektseminar transformative Forschung im Quartier", "Sensing Space: Erkundung und Analyse des städtischen Raumes" und "Tools für die Stadtforschung" Nachwuchs-Stadtforschende im Studiengang Regionalwissenschaft/ Raumplanung aus. Der ra:ve Projektraum ist ein neuer Lehr- und Lernort für Studierende und die Nachbarschaft.

Der Raum ist mit der Gebäudenummer 01.89 offizieller Teil des Karlsruher Instituts für Technologie.

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Hände zeigen auf Markierungen auf einem detaillierten Stadtplan.Dennis Hof
Neuer Artikel: Housing stratification and the politics of tenure

In der Fachzeitschrift European Urban and Regional Studies ist der Beitrag „Housing stratification and the politics of tenure: Socio-temporal inequalities in Leipzig" von Dennis Hof (BBSR/IfR), Michael Janoschka (IfR) und Marius Strohdiek (Universität Leipzig) erschienen. Der Artikel beschäftigt sich mit der bisher wenig betrachteten sozio-temporalen Schichtung von Ungleichheiten innerhalb des Mietwohnungsmarkts selbst. Gerade in einem stark regulierten und mietdominierten Kontext wie (Ost-)Deutschland greifen verbreitete Erzählungen, etwa der binäre Gegensatz von Eigentümer:innen und Mieter:innen oder das Bild einer Mietgeneration, zu kurz, um die feinen Verwerfungen zwischen langjährig ansässigen und neu zuziehenden Haushalten sowie zwischen kommunalen, privaten und institutionellen Vermietungstypen abzubilden. Auf Grundlage einer im März 2023 eigens erhobenen Haushaltsbefragung im Leipziger Stadtteil Connewitz (n=427) entwickeln die Autoren mittels Clusteranalyse eine Typologie aus vier Vermietungstypen, die zwischen Stabilität und Vulnerabilität changieren und zeigen, wie neben dem Einkommen vor allem die Interaktion von Vermietungstyp und Mietdauer die materiellen wie affektiven Wohnerfahrungen strukturiert. Damit liefert die Studie eine nuanciertere analytische Brille für regulierte Mietwohnungsmärkte mit dynamischen, investitions- und vermögenspreisgetriebenen Transformationen, die auch über Connewitz hinaus anschlussfähig ist.

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Webinar Cities and the Authorial TurnIfR
Cities and the Authoritarian Turn

Dr. Aysegül Can will be speaking at the webinar “Cities and the Authoritarian Turn” on Thursday 18 June 2026 1.00pm-2.30pm , organised by the Political Geography Research Group and the Urban Geography Research Group of the Royal Geographical Society (RGS-IBG). The event explores what becomes visible when contemporary authoritarian tendencies are examined through the lens of the city, focusing on how urban spaces mediate, challenge, or reproduce authoritarian politics. The panel brings together researchers working on urban governance, political geography, and authoritarianism, and will include contributions from Jonathan Rock Rokem (Northeastern University London), Zita Seichter (University of Hamburg), Johann Braun (Goethe University Frankfurt), and Aysegül Can.

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Nahaufnahme eines wissenschaftlichen Artikels über die Finanzialisierung von Wohnungsmärkten.Dennis Hof
Neuer Artikel: Coping with financialisation

Der in der Fachzeitschrift Cities erschienene Artikel „Coping with financialisation. Understanding socio-emotional dynamics in urban housing markets" von Dennis Hof (BBSR/IfR) und Michael Janoschka untersucht, wie Haushalte in zunehmend von Finanzlogiken geprägten Wohnungsmärkten die sozio-emotionalen Folgen steigender Immobilienpreise erleben und bewältigen. Auf Grundlage von 70 qualitativen Interviews mit Bewohner:innen im Leipziger Stadtteil Connewitz entwickeln die Autoren eine Typologie aus sieben Wohnverwaltungsformen – von gemeinnützigen Wohnungsunternehmen über kollaborative Wohnprojekte bis hin zu institutionellen Investoren und besonders aggressiv agierenden „Dramatic Housing Transformers". Konzeptionell erweitern sie Desiree Fields‘ Begriff der unwilling subjects of financialisation um die Dialektik von unwilling objectification und contested subjectification und zeigen, dass Wohnen unter Bedingung einer vermögenspreisgetriebenen Finanzialisierung zwischen strukturellem Zwang, ambivalenten Bewältigungsstrategien und kollektiven Unterstützungsnetzwerken permanent neu ausgehandelt wird.

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corner AnkündigungIfR
corner kommt wieder nach Karlsruhe

corner kommt im Rahmen ihrer Europatour vom 23. bis 28. Juni erneut auf den Kronenplatz nach Karlsruhe. Die mobile Wissenstransfer-Umgebung schafft einen offenen Ort für Austausch, Diskussion und gemeinsames Lernen mitten in der Stadt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie die Wohnungs- und Energiekrise sowie die Frage, wie nachhaltige und gerechte urbane Zukünfte gestaltet werden können.

Bereits im September und Oktober vergangenen Jahres war corner am Kronenplatz zu Gast. Im Rahmen der KIT Science Week und des Karlsruher Stadtfests wurde der öffentliche Raum temporär zu einem Ort der Begegnung, an dem Wissenschaft, Stadtgesellschaft und Kultur miteinander ins Gespräch kamen.

Das diesjährige Wochenprogramm umfasst Ausstellungen, Workshops, Diskussionsrunden sowie kreative Mitmachformate zu Themen wie Wohnen, Stadtentwicklung, Energieversorgung und nachhaltige Transformation. Die Veranstaltungen finden über die gesamte Woche verteilt statt und richten sich ausdrücklich an alle Interessierten.

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PublikationLarissa Brandenstein
Neuer Artikel: “Disaster risk reduction in Chile”

Der im Journal Planning Practice and Research veröffentlichte Artikel „Disaster risk reduction in Chile: a typology of planning action” von Larissa Brandenstein untersucht, welche Maßnahmen zur Risikoreduktion von Stadtplaner*innen im katastrophengefährdeten Chile unter Bedingungen institutioneller Fragmentierung, Zentralisierung, knapper Ressourcen und des Einflusses wirtschaftlicher Akteure entwickelt und umgesetzt werden. Auf Basis qualitativer Interviews entwickelt die Autorin fünf Handlungstypen (Civic Caregiver, Loyal Leader, Resilient Firefighter, Strategic Professional, Transformative Idealist), die sich in unterschiedlicher Ausprägung vor allem der Stärkung der community resilience, der Umsetzung baulicher Maßnahmen, der unmittelbaren Katastrophenhilfe sowie der individuellen als auch organisationalen Weiterentwicklung widmen.

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