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Einführung in die vulnerabilitätsorientierte Raumplanung

Einführung in die vulnerabilitätsorientierte Raumplanung
Typ: Vorlesung (V) + Übung (Ü)
Semester: Sommersemester
Zeit:

Mittwochs
14:00 - 15:30 wöchentlich
10.50 
R 412

Dozent:

Prof. Dr. A. Braun

SWS: 2

Weitere Informationen

Voraussetzungen für das Modul

Grundkenntnisse räumlicher Zusammenhänge in Planung, Wirtschaft und Infrastruktur (Modul5). Grundkenntnisse über ökologische und geowissenschaftliche Zusammenhänge (Regionale Ökologie in Modul 4) Grundkenntnisse verschiedener gesellschaftlicher Bedingungen zum Verständnis der sozialen Konstruktion von, und des sozialen Umgangs mit Risiken (Regionale Soziologie in Modul 4). Deswegen wird das Module M4 vorausgesetzt.

 

Lern- und Kompetenzentwicklungsziele des Moduls

Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls sollen die Studierenden in der Lage sein, Räume als Risikoräume wahrzunehmen und zu beurteilen. Sie sollen spezifische Gefahren aufgrund von Naturereignissen, Infektionskrankheiten und Umweltnoxen und technologischen Risiken verstehen und kausal erklären können. Darüber hinaus haben sie ein Verständnis für die Ursachen und Determinanten der sozialen Vulnerabilität entwickelt und wissen, wie die Raumplanung zur Verminderung von Risikosituationen beitragen kann.

 

Inhalt des Moduls

In der Vorlesung „Einführung in die vulnerabilitätsorientierten Raumplanung“ im Sommersemester werden zunächst Gefahren aus natürlichen (geologischen, morphologischen, hydrologischen und klimatologischen) Ereignissystemen vermittelt. Danach werden verschiedene Vulnerabilitäts- und Resilienzkonzepte vorgestellt und diskutiert. Dabei wird dem interkulturell unterschiedlichen Verständnis von Risiken und Katastrophen Rechnung getragen. Die Verbindungen
und Überschneidungen mit der Raumplanung werden geklärt, Methoden, Verfahren und Instrumente der Raumplanung auf ihre Einflussmöglichkeiten untersucht.

In der Vorlesung „Risiken durch Infektionskrankheiten und Umweltnoxen“ wird – ausgehend von der Einführungsvorlesung – dann aufgezeigt, wodurch Gefahren durch (epidemische) Infektionskrankheiten entstehen, wodurch sie gesteuert werden, wie sie den Menschen gefährden und welche Möglichkeiten der Abhilfe bestehen. Neben den Infektionskrankheiten stellen Gesundheitsgefährdungen durch Umweltnoxen einen weiteren
Schwerpunkt dar.

In der Vorlesung „Technologische Risiken und kritische Infrastrukturen“ werden exemplarisch Gefahren durch technologische Infrastrukturen (z.B. Energietechnische Anlagen oder chemiewirtschaftliche Anlagen) dargestellt und der Bedeutung deren Einbettung in den Naturraum Rechnung getragen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Diskussion kritischer Infrastrukturen, deren Ausfall selbst zu Gefahren führen kann.

 

Studien- und Prüfungsleistungen für das Modul

Die Lehrveranstaltungen werden durch eine veranstaltungsübergreifende mündliche Prüfung (Dauer 30 Minuten) abgeprüft.

 

Literatur für das Modul

Standardwerke (Lehrbücher):

  • BONITA, R. ET AL (2013): Einführung in die Epidemiologie. Verlag Hans Huber, Bern.
  • GREIVING, S. (2002): Räumliche Planung und Risiko. Gerling Akademie Verlag, München.
  • FELGENTREFF, C., GLADE, T. (2008): Naturrisiken und Sozialkatastrophen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin.
  • LENZ, S. (2009): Vulnerabilität kritischer Infrastrukturen. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bonn.
  • RENN, O. ET AL (2007): Risiko. Über den gesellschaftlichen Umgang mit Unsicherheit. oekom, München.