Institut für Regionalwissenschaft

Deutsch-chilenisches Masterprogramm KIT/UdeC

mit Fokus auf Naturrisiken und Katastrophenvorsorge
Masterprogramm ChilePIXABAY

Doppelmasterprogramm Regionalwissenschaft/Raumplanung mit Fokus auf Naturrisiken und Katastrophenvorsorge im Lehrverbund mit der Universidad de Concepción (UdeC), Chile

Dieses interdisziplinäre deutsch-chilenische Masterprogramm an der Schnittstelle von Geo-, Natur- und Sozialwissenschaften bereitet Sie auf eine Tätigkeit in den Bereichen nachhaltige Raumplanung, Umweltmanagement und Entwicklungszusammenarbeit vor.

Die Regionalwissenschaft untersucht mit sozialwissenschaftlichen, ökonomischen und naturwissenschaftlichen Methoden regionale Strukturen, Prozesse und Konflikte, um Regelhaftigkeiten zu ermitteln, damit künftige Entwicklungen abzuschätzen und die ablaufenden Prozesse mit den Instrumenten der Regionalpolitik und Raumplanung zu beeinflussen.

Der Schwerpunkt dieses Programms liegt auf der risikoorientierten Raumplanung und Regionalentwicklung unter Einbeziehung ihrer sozialen, ökologischen und ökonomischen Dimension.

Die Risiken der regionalen Entwicklung steigen, zum einen aufgrund des Klimawandels, der extreme Naturereignisse verstärkt, die auf Regionen wirken und zunehmend größere Schäden verursachen. Dazu zählen z.B. Dürren, Hochwasser, Stürme oder Tsunamis. Zum anderen können auch ökonomische Prozesse der Globalisierung Katastrophen auslösen, bei denen bewährte Wirtschaftsbeziehungen unterbrochen oder durch neue Konkurrenzen, wie z.B. die steigende Einflussnahme Chinas in Lateinamerika, bestehende Märkte wegbrechen können.

Sie studieren das erste und vierte Semester an der UdeC und das zweite und dritte Semester am Institut für Regionalwissenschaft (IfR) des KIT. An der UdeC sind die drei Fakultäten Umweltwissenschaften, Sozialwissenschaften und Architektur, Stadtplanung und Geographie an diesem Programm beteiligt.

Sie lernen Raumnutzungskonflikte im Kontext gesellschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Entwicklungen fachübergreifend zu analysieren, Lösungen zu erarbeiten und mit einem geeigneten Managementinstrumentarium umzusetzen.

Je Studienjahr werden bis zu zehn Studienplätze an Studierende des KIT und der UdeC vergeben.

Die Programmstruktur trägt wesentlich dazu bei, dass Sie sich während Ihres Studiums international vernetzen und Ihre interkulturelle Sensibilität schärfen.