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Andrea Ramirez IfR

 

Andrea Ramirez
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+49 721 608 47624
consultation hours: Mondays and Wednesdays 10–12 am
in Spanish, German, English

German-Argentinian master's degree programme in Regional Science and Environmental Changes

kit-ifr-utn master deutschland argentinien boden/soil

 

 im Lehrverbund mit der Universidad Tecnologica Nacional (UTN)/Argentinien utn-logo 
  • Doppel-Abschluss: Master of Science (M.Sc.) im Fach Regionalwissenschaft +
    Magíster en Ciencia Regional e Impacto Ambiental
  • ECTS Punkte: 120
  • Teaching languages: German and Spanish
  • Anzahl der Studienplätze: 10 (5 Studierende des KIT, 5 Studierende der UTN)
  • Regelstudienzeit:  4 Semester / 2 Jahre
  • Beginn: jährlich zum Wintersemester – Vorlesungsbeginn: Oktober in Deutschland
  • Bewerbungschluss: jährlich 30. September
    Aus organisatorischen Gründen (Wohnungssuche, ggf. Visa-Beantragung für Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland...) empfehlen wir dringend eine Bewerbung bis 15. Juli. Bei einer Bewerbung bis 15. Juli kann eine zeitnahe Studienplatz-Zusage erfolgen.

 

 

Standorte

  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe/Deutschland (1. und 2. Semester)
  • Universidad Tecnologica Nacional (UTN), Córdoba/Argentinien (3. und 4. Semester)
  • Mehrwöchiger Feldforschungsaufenthalt in Lateinamerika im zweiten Studienjahr

Berufs- und Tätigkeitsfelder

  • Öffentliche Verwaltungen in Lateinamerika: Stadt-, Regional-, Umwelt- oder Verkehrsplanung, wirtschaftliche Entwicklung, internationale Kooperation
  • Staatliche und nicht-staatliche Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit: Raumplanung, Projektkoordination und –moderation, Gutachtertätigkeit
  • Private Planungsbüros und Beratungsunternehmen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit: Raumplanung und Gutachtertätigkeit
  • Forschungseinrichtungen wie Universitäten und Stiftungen: Forschung und Lehre

Zielgruppe

  • Deutsche und ausländische Bewerber mit ausgeprägtem Interesse an Entwicklungsländerforschung sowie Lateinamerika und einem Diplom- oder Bachelorabschluss in einer raum- oder planungsrelevanten Fachrichtung wie z.B. Raum- und Umweltplanung, Stadtplanung, Städtebau (als Vertieferrichtung von Architektur oder Bauingenieurwissenschaft), Geographie, Ökologie, Soziologie oder Volkswirtschaftslehre. Möglich sind aber auch andere zielführende Studiengänge, sprechen Sie uns gerne an!
  • Erwünschtes Profil:
    • praktische Erfahrung in den o. g. Tätigkeitsfeldern und/oder in der bisherigen Fachrichtung
    • wissenschaftliche und kritische Denkweise
    • Interesse an transdisziplinärer Arbeit
    • Weltoffenheit und Initiative
  • Deutschkenntnisse (für Nichtmuttersprachler):
    • zum Zeitpunkt der Bewerbung mindestens auf dem Niveau A2 nach dem GER (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen)
    • zur Einschreibung ist die DSH 2 erforderlich (Niveau C1)
  • Spanischkenntnisse (für Nichtmuttersprachler): zum Zeitpunkt der Einschreibung mindestens auf dem Niveau B2 nach dem GER (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen)

Der Masterstudiengang Regionalwissenschaft/Raumplanung am KIT baut nicht auf einem klar definierten Bachelorstudiengang auf. In Frage kommen Studiengänge mit Raumbezug, wie z.B. Raum- und Umweltplanung, Stadtplanung, Städtebau (als Vertieferrichtung von Architektur oder Bauingenieurwesen), Geographie, Ökologie, Soziologie oder Volkswirtschaftslehre. Möglich sind aber auch andere zielführende Studiengänge, sprechen Sie uns gerne an!

Ziel des Studiengangs

Wir stehen heute vor neuen und zunehmend komplexeren Aufgaben für  Regionalwissenschaft und Raumplanung, denen sich der Masterstudiengang „Regionalwissenschaft/Raumplanung“  stellen muss und stellt.  Dies sind zum Beispiel die fortschreitende Globalisierung, die Bedrohung durch die Folgen des Klimawandels, damit einhergehend eine zunehmende Intensität und Häufigkeit von extremen Naturereignissen, die zu Katastrophen werden, gleichzeitig aber auch immer mehr und empfindlichere Infrastrukturen, von denen wir abhängig sind.

 

Wir stellen uns diesen Herausforderungen im Rahmen des deutsch-chilenische Masterprogramms „Regionalwissenschaft/Raumplanung“, welches wir gemeinsam mit der Universidad de Concepción (UdeC) durchführen. Dieses trägt in besonderer Weise den aktuellen Anforderungen der internationalen Vernetzung und Zusammenarbeit in diesem Themenfeld Rechnung und fokussiert fachlich auf die risikoorientierten Raumplanung und Regionalentwicklung, also genau auf die genannten Herausforderungen.

 

Die Risiken der regionalen Entwicklung steigen, einerseits  durch extreme Naturereignisse, die auf Regionen wirken und immer größere Schäden anrichten können, beispielweise Dürren, Hochwasser, Stürme oder Tsunamis. Ebenso können Katastrophen durch ökonomische Prozesse der Globalisierung entstehen, bei denen sehr schnell bestehende Verflechtungen unterbrochen oder durch neue Konkurrenzen Märkte wegbrechen können. Internationale und nationale Standortbewertungen verändern sich mit zunehmender Geschwindigkeit und überfordern Anpassungspotentiale, besonders in Entwicklungsländern oder -regionen mit wirtschaftlichen Monostrukturen. Gleichzeitig sind in diesen die Möglichkeiten der Vorsorge durch die Instrumente der räumlichen Planung sehr begrenzt. Dies liegt einerseits an begrenzten finanziellen Ressourcen, andererseits an den regionalen soziopolitischen Voraussetzungen.

 

Planung ist Handeln in einem Sozialsystem und fest in dieses eingebunden. Wenn tribalistische Loyalitäten stärker sind als die Interessen des Gemeinwohls und dies die gesellschaftliche Norm darstellt, dann werden alle Ziele und Maßnahmen daran gemessen und für diese Zwecke instrumentalisiert. Kurzfristige Ziele erhalten dann auch Vorrang vor langfristigen. Auch die Hyperpolitisierung behindert sachgerechte Lösungen. All dies erschwert vorsorgendes Handeln im Rahmen räumlicher Planung sowie seine Ausrichtung an Risiken und erfordert die Suche nach regional geeigneten Lösungen.

 

Diese können niemals universelle, also globale Gültigkeit haben, sondern müssen auf den lokalen und regionalen sozialen Bedingungen aufbauen. Dies setzt eine regionalwissenschaftliche Analyse voraus, welche die gemeinsame Grundlage der drei Varianten des Masterstudienganges Regionalwissenschaft/Raumplanung ist. Das deutsch-argentinische Masterprogramm mit der Universidad Tecnológica Nacional (UTN) fokussiert dabei auf anthropogen verursachten Belastungen von Luft, Wasser, Boden und deren Behandlung und deren Management. Angesprochen sind jedoch alle Interessenten, die sich für Regionalwissenschaft und Raumplanung ausbilden lassen wollen.

 

Durch das Studium sollen die Absolventen als Regionalwissenschaftler bzw. Raumplaner in die Lage versetzt werden, Raumnutzungskonflikte im Kontext gesellschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Entwicklungen fachübergreifend zu analysieren, Lösungen zu erarbeiten und mit einem geeigneten Managementinstrumentarium umzusetzen.

 

In der Analyse der Probleme sollten sie quantitative und qualitative regionalwissenschaftliche Methoden selbständig anwenden können. In der Problemanalyse sollen sie außerdem in der Lage sein, andere Erfahrungen aus unterschiedlichen Regionen kritisch zu beurteilen.

 

Sie sollen sachlich konsistente Lösungen erarbeiten und diese nachvollziehbar, verständlich und adressatenbezogen erläutern können. Schließlich sollen sie Lösungskonzepte partizipativ erarbeiten und vor dem Hintergrund regionaler Gegebenheiten umsetzen können.

Lernbedingungen und –umfeld

Das deutsch-argentinische Masterprogramm Regionalwissenschaft und Umweltveränderungen bildet mehrheitlich Studierende aus Deutschland und Argentinien aus. Die interkulturell geprägte Lehr- und Lernatmosphäre innerhalb des Studiengangs fördert Teamfähigkeit und Kreativität der Absolventen und bietet die Chance, bereits im Studium internationale Kontakte für die berufliche Zukunft zu knüpfen.

Das Studium bietet einen hervorragenden Betreuungsschlüssel dank niedriger Studierendenzahlen. So wird jedem Studierenden eine individuelle Ausbildung und Förderung in Forschung und Lehre garantiert; die Studierenden werden dazu animiert, in allen Veranstaltungen aktiv teilzunehmen. Sie sind dazu aufgerufen, Theorien und praktische Fallbeispiele kritisch zu hinterfragen.

Die hohe Lehrqualität des Masterprogramms spiegelt sich auch in den KIT-weiten Lehrevaluationen wider, in denen die Lehrveranstaltungen des Masterstudiengangs Regionalwissenschaft/Raumplanung von den Studierenden regelmäßig auf den Spitzenplatz gewählt werden.