Institut für Regionalwissenschaft

Bangladesch

Mit Schilfwänden versehene Hütten an einem schlickigen Flussufer in Bangladesch.Bishawjit Mallick

Die tropischen Küsten­gebiete der Welt sind

  • meist dicht besiedelt,
  • bedeutende wirtschaft­liche Zentren und
  • ständig durch Natur­katastrophen sowie kontinu­ierliche Ressourcen­verluste gefährdet,

so dass die Vulnera­bilität der Küsten­gebiete sehr hoch ist. Durch Ressourcen­konkurrenzen be­dingte Land­nutzungs­konflikte werden ver­stärkt. Die Zu­nahme von katastrophal wirkenden Natur­ereignissen, wie sie beispiels­weise auf­grund des Klima­wandels prognosti­ziert werden, führen in diesen Regionen zu zusätzlichen Risiken und der Not­wendig­keit ange­passter Planungen und Maß­nahmen.

Einer der regio­nalen Schwer­punkte des Instituts für Regional­wissen­schaft zur Erforschung dieser komplex zusammen wirkenden Prozesse ist Bangladesch, dessen Küstenräume häufig von tropischen Zyklonen und katastrophal wirkenden Über­schwemmungen betroffen sind.

Das Forschungs­interesse besteht zunächst in einer Analyse

  • der mess- und beobacht­baren Prozesse,
  • der Reaktion der Küsten­gesell­schaften auf diese Katastrophen und -risiken und
  • der Frage, wie Inter­ventionen von außen, die bei Katastrophen erfolgen, lang­fristig wirken.

Außer­dem werden Grund­lagen für eine an­passungs­fähige und ver­trägliche Ent­wicklung und Planung in den Küsten­gebieten erarbeitet.

Im Rahmen des regionalen Forschungs­schwerpunktes Bangladesch werden diese Frage­stellungen anhand von Methoden der empirischen Sozial­forschung vor Ort unter­sucht. Dabei erfolgt eine Zusammen­arbeit mit Forscher­gruppen des Landes. Auch Disserta­tionen und Master­arbeiten am KIT und am Institut für Regional­wissen­schaft be­schäftigen sich immer wieder mit Fragen der Vulnera­bilität des süd­westlichen Küsten­gebietes in Bangladesch.

Nach einer Überflutung in Bangladesch versucht ein Mann das Boot aus dem Schlick zurück ins Wasser zu kriegen.Bishawjit Mallick