Deutsch-Französisches Kolloquium zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit am 08. und 09. Dezember 2025 in der TRIANGEL in Karlsruhe
Das Kolloquium, organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), brachte die französischen Interministeriellen Delegation für Unterkunft und Zugang zu Wohnraum (DIHAL) und das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie Expertinnen und Experten aus Frankreich und Deutschland zusammen, um innovative Ansätze zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit zu diskutieren. Unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Carolin Seiberlich unterstützte das Kolloquium in der Organisation und stellte erste Forschungserkenntnisse zur kooperativen Wohnraumakquise in Karlsruhe, die im Rahmen des EU-Horizon Projektes PREFIGURE gewonnen werden konnten, vor.
Zentrale Eindrücke des Kolloquiums:
Der Vergleich zwischen beiden Ländern eröffnete neue Perspektiven und förderte ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen. Rund 40 Forschende, politische Entscheidungsträger und Vertreter nichtstaatlicher Organisationen nutzten die Gelegenheit, bewährte Praktiken auszutauschen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln.
Themenschwerpunkte:
- Daten und Statistiken: Die Bedeutung verlässlicher Daten für wirksame Strategien wurde hervorgehoben.
- Psychische Gesundheit: Der Zusammenhang zwischen Wohnungslosigkeit und mentaler Gesundheit stand im Fokus.
- Jugendliche in prekären Lebenslagen: Besondere Aufmerksamkeit galt der Prävention und Unterstützung junger Menschen.
Das Kolloquium legte den Grundstein für zukünftige deutsch-französische Kooperationen und zeigte, wie wichtig gemeinsame Initiativen im Kampf gegen Wohnungslosigkeit sind.
Am Dienstag 09. Dezember 2025 hielt zudem Prof. Peter Mackie einen Gastvortrag zur Prävention von Wohnungslosigkeit am KIT. Die Bedeutung der Prävention von Obdachlosigkeit ist mittlerweile in der Politik weithin anerkannt, und weltweit werden praktische Anstrengungen unternommen. Allerdings behindern anhaltende strukturelle Barrieren und die fortgesetzte Priorisierung von Ressourcen und anderweitigen Forschungen die gesellschaftliche Verantwortung Obdach- und Wohnungslosigkeit zu beenden.



