Nahaufnahme: Südstadt – neue Perspektiven auf unser Forschungsgebiet

Menschengruppe in Ausstellung Johanna Mensch (IfR)
Personen diskutieren Johanna Mensch (IfR)
Personengruppe in Ausstellung Johanna Mensch (IfR)

Die Vernissage der Ausstellung „Nahaufnahme: Südstadt“, die am 09.01.26 im GEDOK Künstlerinnenforum eröffnet wurde, war ein voller Erfolg. Zu sehen waren die Arbeiten von acht Masterstudierenden der Regionalwissenschaft/ Raumplanung des Instituts für Regionalwissenschaft. Die angehenden Stadtforscher:innen erstellten im Rahmen des Seminars „Sensing Space: Erkundung und Analyse des städtischen Raumes“ im Wintersemester 25/26 ihr individuelles Erkundungs-Logbuch. Darin erforschen sie die Karlsruher Südstadt aus Perspektiven, die spielerisch Zugang zu emotionalem Wissen schaffen und Unsichtbares sichtbar werden lassen. Die Logbücher wurden im Rahmen der Ausstellung gezeigt. Das Interesse war rege: Über 50 Personen waren beim Eröffnungsabend dabei und nach einer kurzen Ansprache von Elisabeth Stephan-Geißler (GEDOK) und den Seminarleiterinnen Agnes Matoga und Anna-Barbara Grebhahn (IfR) tauchten die Besucher:innen in ganz neue Perpektiven der Karlsruher Südstadt ein. Zentrales Thema der Logbücher ist die Wahrnehmung, so wurden studentische Erkundungen zu den Sinnen Hören, Riechen und Fühlen gezeigt. Darüber hinaus gab es individuell gestaltete Steckbriefe unterschiedlicher Tier- und Pflanzenarten zu sehen, denn die Studierenden beschäftigten sich im Rahmen der BioBlitz-Aktion (https://www.mensch-und-technik.kit.edu/bioblitz.php) mit nicht-menschlichen Stadtbewohnern. Auch das Thema Kritisches Kartieren fand seinen Platz im Seminar, so zeigte die Ausstellung selbst erstellte Karten der Studierenden, welche für gewöhnlich Unsichtbares sichtbar werden ließen. Im Rahmen der interaktiven Ausstellung wurden auch kleine Erhebungen durchgeführt, alle Besucher:innen konnten vor Ort mit ihrem persönlichen Stadtwissen zu Datensätzen zu den Themen Stadtmobiliar, Visuelle Kommunikation, Jugendräume und Verkehrssicherheit in der Südstadt beitragen. Wer im Anschluss Lust hatte auf eine eigene Erkundung, durfte sich am Eingang ein Erkundungs-Toolkit in Form eines Mini-Zines mitnehmen. Nach Abschluss der Ausstellung sind die Erkundungs-Toolkits weiterhin im Institut für Regionalwissenschaft erhältlich. Bei Interesse freuen wir uns, wenn du dich unter hallo does-not-exist.ifr kit edu meldest. Wir sind glücklich uns über diese gelungene Kooperation des Karlsruher GEDOK Künstlerinnenforum und Institut für Regionalwissenschaft an der Schnittstelle von Gestaltung, Stadtforschung, Kunst und Kultur. Bedanken möchten wir uns bei allen Ausstellungsbesucher:innen für ihr Interesse und bei den Studierenden für die spannenden Ausstellungsinhalte.

Anna-Barbara Grebhahn und Agnes Matoga, Dozentinnen im Seminar „Sensing Space: Erkundung und Analyse des städtischen Raumes"