ra:ve - Raum für Veränderung
Im Fokus: Die Südstadt Karlsruhe
Das Projekt baut auf der seit 2023 laufenden Forschung zum Thema Wohnen und der Gestaltung des öffentlichen Raumes in der Karlsruher Südstadt auf. Nun verankert es sich auch räumlich im Quartier vor Ort: Mit einem eigenen Netzwerklokal schafft ra:ve einen dauerhaften Ort für Austausch, Lernen und gemeinsames Gestalten im Stadtviertel. Das Netzwerklokal fungiert dabei als zentrale Anlaufstelle und Ort der Zusammenkunft. Es ist ein Lern- und Experimentierraum, in dem Studierende und (Ko-)Forschende gemeinsam mit Bewohner:innen, Initiativen, Verwaltung und Wissenschaft konkrete Fragen einer gerechten und nachhaltigen Stadtentwicklung thematisiert.
Forschung und Lernen im Quartier
ra:ve erprobt in der Karlsruher Südstadt, wie Studierende, Wissenschaftler:innen und Stadtgesellschaft gemeinsam neue Bausteine für eine sozial inklusive und ökologische Stadtgestaltung entwickeln können. Im Rahmen unterschiedlicher Formate wird auf Augenhöhe verborgenes Wissen zum Quartier zusammengetragen und unterschiedliche Wissensformen neu gewichtet. Das Netzwerklokal fungiert dabei als zentrale Anlaufstelle und Treffpunkt im Quartier.
Im Fokus stehen Themen wie die Gestaltung des öffentlichen Raumes sowie Aushandlungsprozesse zu dessen gemeinsamer Nutzung, leistbares Wohnen, Nachbarschaftsnetzwerke, Mobilität und Verkehr. Im Reallabor sollen unterschiedliche Perspektiven zu diesen Themen zusammengeführt und der kontinuierliche Dialog über gemeinsame Vorstellungen zum Leben im Quartier gefördert werden.
Verankert in der Lehre
ra:ve ist eng in das modulübergreifende Lehrkonzept der Transformativen Stadtforschung am Institut für Regionalwissenschaft eingebunden. Im Rahmen der Lehrveranstaltungen „Sensing Space: Erkundung und Analyse des städtischen Raumes“ und „Projektseminar zur transformativen Stadtforschung im Quartier“ beschäftigen sich die Studierenden in einem kontinuierlichen Prozess mit der Südstadt.
Sensing Space ist Raum, die Südstadt mit unterschiedlichen multisensorischen Erkundungsansätzen und visuellen Methoden kennenzulernen. Im Projektseminar werden Forschungsthemen erarbeitet und durch Realexperimente kleinräumige Veränderungen im Stadtraum erprobt und beforscht.
Im Seminar „Tools für die Stadtforschung“ steht das Netzwerklokal als Infrastrukur und dessen Konzeption und Weiterentwicklung im Mittelpunkt und wie Räume Wissen erzeugen oder die Teilhabe an Wissen verhindern oder ermöglichen können.
Für Ideen und Anregungen ist das ra:ve-Team um Anna-Barbara Grebhahn, Agnes Matoga und Michael Janoschka unter info∂ifr.kit.edu erreichbar.
Das Projekt ra:ve - Raum für Veränderung schließt an die Forschungsaktivitäten rund um Gemeinsam Stadt_Machen: Ein interaktives CitizenLab mit der Karlsruher Südstadt 2023 und das Projektseminar zur transdisziplinären Stadtforschung im Sommersemester 2024 an.
Wir bedanken uns bei der Stiftung Innovation in der Hochschullehre für die Förderung des Projekts.

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